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11.05.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Startklar zum Autobahnklau

Allianz-Konzern kauft sich bei italienischem Straßenbetreiber und britischem Versorger ein

Ralf Wurzbacher

Bei der Allianz steht der Champagner schon kalt. Wenn am Freitag nächster Woche der Bundestag mit der Regierungsmehrheit von Union und SPD per Grundgesetzänderung die Einrichtung einer privatrechtlichen Infrastrukturgesellschaft beschließt, knallen am Münchner Konzernsitz die Korken. Dann erhält Deutschlands größer Versicherer ab 2021 Zugriff auf das Autobahnnetz – so wie es Ex-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) versprochen und eingefädelt hat (jW berichtete). Während der Finanzkonzern dem großen Reibach auf heimischem Asphalt noch entgegenfiebert, mischt er anderenorts bereits beim Fernstraßengeschäft mit.

Dieser Tage wurde publik, dass ein Konsortium unter Führung der Tochtergesellschaft Allianz Capital Partners (ACP) den Zuschlag für einen Fünf-Prozent-Anteil an der Betreibergesellschaft der italienischen Autobahnen, Autostrade per l’Italia, e...

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