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11.05.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Polnisches Großprojekt

Das Land will trotz fehlender natürlicher Voraussetzungen und mangelnden Bedarfs Binnenwasserstraßen ausbauen. Geld soll von der EU kommen

Reinhard Lauterbach

Polens Verkehrssystem ist extrem Lkw-lastig. Auf der Straße werden über 90 Prozent aller Güter transportiert, etwa acht Prozent per Bahn. Der Anteil der Binnenschiffahrt ist selbst nach Angaben des Kabinetts in Warschau zu vernachlässigen. Das soll jetzt geändert werden. Bereits ein im Sommer 2016 verabschiedeter Regierungsbericht wies aus, dass zu Wasser nur 0,4 Prozent aller Transportleistungen erbracht würden, und dies zu 90 Prozent auf Distanzen unter 50 Kilometern. Typischerweise geht es um eine Ladung Kies für einen regionalen Baustoffhändler, der zufällig einen Lagerplatz mit Wasseranschluss ergattert hat.

Das hat natürliche, historische und wirtschaftsgeographische Gründe. Polen ist ein vergleichsweise wasserarmes Land. Für den mittleren Streifen – südlich der Moränengebiete in Pommern und Masuren und nördlich der Ausläufer von Sudeten und Karpaten – sehen Geographen mittelfristig eine Versteppung voraus. Die jährlichen Niederschlagsmengen sind ger...

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