Schwarzer Kanal
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11.05.2017 / Inland / Seite 8

»Familienbesuche nur mit Trennscheibe möglich«

Zwei Jahre Untersuchungshaft: Mehmet Yesilcali soll türkische Kommunisten unterstützt haben. Gespräch mit Alexander Hoffmann

Gitta Düperthal

Mehmet Yesilcali sitzt seit zwei Jahren im Zusammenhang mit dem Münchner Kommunistenprozess in Untersuchungshaft. In der Türkei war er zuvor gefoltert worden. Sie fordern jetzt, ihn wegen nicht zu verantwortender Gesundheitsgefährdung sofort aus der Haft zu entlassen. Was ist ihm in der Türkei widerfahren und weshalb ist er in München inhaftiert?

Mehmet Yesilcali wurde wegen seiner politischen Aktivitäten in der Türkei verhaftet. Dabei bezieht man sich auf seine Tätigkeiten während des Militärputsches am 12. September 1980. Er war im Widerstand gegen die Militärdiktatur. Trotz der Verletzungen, die er damals erlitten hatte, wurde er über einen langen Zeitraum im Gefängnis gefoltert. Insgesamt 15 Jahre verbrachte er in Gefangenschaft: Als er aus gesundheitlichen Gründen entlassen wurde, konnte er aus der Türkei in die Schweiz fliehen, wo er seit 2007 gelebt hat. Im März 2016 lieferte ihn die Schweiz nach Deutschland aus. Dort, in der Untersuchungshaft in M...

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