Gegründet 1947 Dienstag, 25. Juni 2019, Nr. 144
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
11.05.2017 / Ausland / Seite 7

Streik im Chocó

Im Nordwesten Kolumbiens protestieren die Einwohner gegen Regierung und Paramilitärs

Volker Hermsdorf

Im Nordwesten Kolumbiens sind am Mittwoch Teile der überwiegend afrokolumbianischen und indigenen Bevölkerung des Verwaltungsbezirks Chocó in einen unbefristeten Proteststreik getreten. Sie wehren sich gegen den Bruch von Zusagen der Regierung des rechtskonservativen Präsidenten Juan Manuel Santos und fordern Schutz vor dem zunehmenden Terror paramilitärischer Banden in der Region.

Die rund 450.000 Einwohner des Departamento del Chocó gehören zu den Ärmsten des Landes, obwohl die an der Pazifikküste gelegene Region über Goldvorkommen und eine lukrative Holzproduktion verfügt. Die Analphabetenrate ist dort zweieinhalbmal höher als im Rest Kolumbiens, es fehlt an Ärzten, Krankenhäusern und Medikamenten. Weite Teile des Bezirks werden nur wenige Stunden am Tag mit Strom versorgt, und viele Anwohner haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem gibt es kaum Straßen und nur schlechte Verkehrsverbindungen zu den nächstgelegenen Großstädten.

Bereits im August...

Artikel-Länge: 4008 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €