04.05.2017 / Leserbriefe / Seite 14

Aus Leserbriefen an die Redaktion

Bürgerlicher Plunder

Zu jW vom 21. April: »Unser Leben, weg ist es«

Da ich die Bestsellerlisten der Qualitätsmedien nicht lese, würde ich Zsuzsa Bánk nicht kennen, wenn mir nicht eine Freundin »Die hellen Tage« von dieser Schriftstellerin geschenkt hätte. Es hat eine hübsche Aufmachung, also quälte ich mich durch; in meinen Augen ein nicht nur belangloses, sondern furchtbar ödes, unrealistisches, durch endlose Wiederholungen von Details langweiliges Buch. Das Wichtigste: Die Figuren schweben im luftleeren Raum, ohne jeden Bezug zur gesellschaftlichen Realität. Deshalb findet man keine Identifikationsfigur. Kurz: Es ist bürgerlicher Plunder.

Wenn ich die Kritik zu »Schlafen werden wir später« lese, besteht offenbar das gleiche Problem: Es »müssen dann konsequenterweise andere Wirklichkeitsbereiche (Geschichte und Politik, gesellschaftliche Realitäten überhaupt) ausgeblendet werden.« Warum gibt sich die junge Welt als marxistische Zeitung damit ab? Zsuzsa Bánk...

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