22.04.2017 / Ausland / Seite 7

Gescheiterter Staat

Mordserie gegen linke Aktivisten gefährdet Friedensprozess in Kolumbien

Santiago Baez

Nach der Ermordung eines Mitglieds der FARC-Guerilla hat Venezuelas Präsident Nicolás Maduro unter Berufung auf Geheimdienstinformationen gewarnt, dass in Kolumbien ein »Massaker« an den Aufständischen vorbereitet werde, die ihre Waffen niedergelegt haben. Kolumbien sei ein »gescheiterter Staat«, in dem trotz des Friedensprozesses weiter Aktivisten ermordet werden, sagte er im staatlichen Fernsehsender VTV. Er erinnerte daran, dass allein in Venezuela rund fünf Millionen Kolumbianer leben, die »vor Erwerbslosigkeit, Elend, Hunger und Paramilitärs geflohen« seien.

Wie das Oberkommando der FARC am Donnerstag bestätigte, wurde am 16. April zum ersten Mal seit dem Inkrafttreten des Friedensvertrags ein Mitglied der Guerillaorganisation ermordet. Luis Alberto »Pepe« Ortiz Cabezas sei erst wenige Tage zuvor entsprechend den Regeln de...

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