22.04.2017 / Inland / Seite 5

»Deutliche soziale Spuren«

Wachsender Andrang bei der Armenspeisung: Mehr Rentner, mehr Kinder und mehr Flüchtlinge brauchen Essen von der Tafel

Susan Bonath

Immer mehr Menschen sind auf Essensspenden der privat organisierten Tafeln angewiesen. In Sachsen-Anhalt habe sich ihre Zahl seit 2007 verdoppelt, sagte der SPD-Abgeordnete im Magdeburger Parlament, Andreas Steppuhn, am Donnerstag der Mitteldeutschen Zeitung. Steppuhn ist Landesvorsitzender der Tafeln. »Insgesamt nutzen derzeit gut 52.000 Sachsen-Anhalter das Angebot«, erklärte er. Dies seien 14 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Besonders hoch sei der Zuwachs an bedürftigen Senioren. Ihre Altersgruppe mache inzwischen ein Viertel der Tafelgänger aus, erläuterte Steppuhn. Damit zeichne sich im Land an der Mittelelbe die gleiche Entwicklung wie im gesamten Bundesgebiet ab. In Halle (Saale) übertreffe die Zahl armer Rentner sogar den Durchschnitt um vier Prozent, ergänzte Elke Ronneberger. Sie sitzt dem Vorstand der halleschen Stadtmission vor, die Träger der Tafel in Halle-Neustadt ist. Wegen geringerer Mieten konzentriert sich in diesem Stadtteil die Za...

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