22.04.2017 / Inland / Seite 4

Wahl mit Signalwirkung

Ob soziale Rhetorik der SPD in Schleswig-Holstein ankommt? Die Linke hofft auf Wiedereinzug in den Landtag

Kristian Stemmler

Auf das meerumschlungene Schleswig-Holstein schaut das politische Deutschland eher selten. Da braucht es schon handfeste Skandale wie den um Uwe Barschel (CDU), der als Ministerpräsident gegen seinen Herausforderer Björn Engholm (SPD) intrigiert hatte und 1987 mutmaßlich Selbstmord beging, oder die gescheiterte Wiederwahl der »Landesmutter« Heide Simonis (SPD), der 2005 in vier Wahlgängen immer eine Stimme fehlte. Jetzt steht das kleine Bundesland nicht wegen eines Skandals im Rampenlicht, sondern wegen einer Landtagswahl mit bundespolitischer Signalwirkung. Am 7. Mai geht es auch um die Frage: Kann SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz mit seiner Rhetorik der sozialen Gerechtigkeit im hohen Norden punkten?

Die Niederlage im Saarland vor fünf Wochen konnte die SPD noch auf den Amtsbonus von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) schieben. Das ginge in Schleswig-Holstein nicht, da dort mit Torsten Albig seit fünf Jahren ein SPD-Mann Ministerpräsid...

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