22.04.2017 / Inland / Seite 2

Marktradikaler Terrorismus

Mutmaßlicher Attentäter spekulierte auf Aktienverluste des BVB

Anselm Lenz

Der Attentäter, der am 11. April den Bus mit der Fußballmannschaft Borussia Dortmunds vor dem Champions-League-Heimspiel gegen den AS Monaco zu sprengen versuchte, wollte damit vermutlich Börsengewinne erzielen. Am Tattag hatte der am Freitag morgen festgenommene Tatverdächtige laut Staatsanwaltschaft entsprechende Aktienderivate, sogenannte Put-Optionen, gekauft: Hochspekulative Wetten auf den Kursverlust des als »Kommanditgesellschaft auf Aktien« börsennotierten Sportunternehmens. Verbraucherkredite, die er für diese Wetten aufnahm, summieren sich laut NRW-Innenministerium auf 79.000 Euro.

Für das minutiös geplante Attentat soll er ein Zimmer im Dachgeschoss des Hotels »L'Arrivée« in Dortmund angemietet haben, um von dort aus die Sprengsätze auf Si...

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