18.04.2017 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Auf seiten der Unternehmer

Studie: Medien in der Bundesrepublik berichten über Arbeitskämpfe selten positiv

Johannes Supe

Zurück in das Jahr 2014, in die Zeit des großen Arbeitskampfs bei der Deutschen Bahn: Lokführer ringen um mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen, gestützt werden sie von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Mit Ausständen setzen sie den Konzern unter Druck, der sich den Anliegen der Beschäftigten verweigert. Und nun hinein in die Pressearchive. Die taz führt am 6. November 2014 eine Diskussion über Für und Wider des Arbeitskampfes, Überschrift: »Spinnen die Lokführer?«. Am selben Tag erscheint in der Süddeutschen das Interview »Die Leiden eines Berufspendlers«. Darin der Appell an GDL-Chef Claus Weselsky, »die Kirche im Dorf« zu lassen, also einen von den Lokführern beschlossenen Streik abzublasen. Weniger freundlich klang die Ansprache, die Weselsky in Springers Bild erfahren musste: »Der Größen-Bahnsinnige«.

Eine neue Studie der zur IG Metall gehörenden Otto-Brenner-Stiftung beschäftigt sich damit, wie in der BRD über Arbeitskämpfe bericht...

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