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13.04.2017 / Feuilleton / Seite 10

Unmerkliche Verluste

Juliana Kálnays Debütroman »Eine kurze Chronik des ­allmählichen Verschwindens«

Katharina Bendixen

Erzählen kann heutzutage alles sein. Romane werden vorwärts oder rückwärts erzählt, treten auf der Stelle oder springen zwischen den Zeiten. Manche Romane verweigern das Erzählen auch gänzlich – häufig ein gewagtes Unterfangen. Auch Juliana Kálnay entscheidet sich in ihrem Debütroman »Eine kurze Chronik des langsamen Verschwindens« gegen die übliche Romanhandlung mit sympathischen Figuren und spannenden Konflikten und dem ganzen Drumherum. Vielmehr sucht sie sich einen erzählerischen Punkt heraus, den sie in kurzen Kapiteln umkreist. Manche Kapitel erstrecken sich über drei oder vier Seiten, andere umfassen nur wenige Zeilen. Prosaminiaturen könnte man die meisten Kapitel nennen, wenn dieser Begriff nicht so abschreckend klingen würde, und dann könnte man überlegen, ob der Begriff »Roman« auf dieses erstaunliche Buch überhaupt passt. Aber auch das könnte abschrecken, und das wäre schade. Denn Juliana Kálnays Debütroman ist trotz – oder gerade wegen – sein...

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