05.08.2002 / Feuilleton / Seite 14

Parallelweltenretter

Die Fans des Fantasy-Filmfests gegen die dunklen Mächte des Filmbiz

Piper Alpha

Bevor ein Film im Kino erscheint, muß er nicht nur geschrieben und gedreht werden. In einem gnadenlosen Spießrutenlauf muß er Interesse bei Einkäufern und Verleihern wecken – immer geht es um Geld, das jemand riskiert oder nicht. Wer die Filme vor ihrem offiziellen Start kennen will, besucht Festivals wie das Fantasy-Filmfest, das derzeit zum 16. Mal gegen alle Widerstände für einen Monat durch Deutschland tingelt. München, Stuttgart, Frankfurt/ Main, Köln, Hamburg und Berlin sind die Stationen, und überall freut sich wieder eine kleine Schar angefixter Mutanten auf die jährliche Dosis Kino pur. Viereckige Augen, männlich, fett und weiß – so erleben wir den durchschnittlichen Fantasy-Filmfestbesucher. Fett vermutlich vom Popcorn. Käseweiß, weil er den Rest des Jahres an der Spielkonsole, in Sneakpreviews oder in irgendwelchen Chaträumen abhängt. Fast ausschließlich männlich – das wird einem bewußt, wenn im Gegensatz zu jeder anderen Veranstaltung die Schl...

Artikel-Länge: 6081 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe