03.08.2002 / Inland / Seite 5

Tod in der Henkersschlinge

Der EDV-Spezialist Lars-Oliver P. war Immobilienbetrügereien bei der Berliner Aubis auf der Spur. Wenig später lag er im Leichenschauhaus (Teil I)

Till Meyer

Für den Leiter der 6. Berliner Mordkommission, Hauptkommissar Zehnpfennig, gab und gibt es keinen Zweifel: Der tote junge Mann, den er am Vormittag des 29. September 2001 im Jagen 59 im Berliner Grunewald erhängt an einem Baum gefunden hat, war ein Selbstmörder. Der erfahrende Beamte heute: »Es war Selbstmord. Wir haben keinerlei Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gefunden. Der Fall ist abgeschlossen.« Vielleicht irrt der im Kampf gegen Mord und Totschlag grau gewordene Kripomann in diesem Fall. An jenem Samstag im September letzten Jahres wußte die Kripo nicht, wen sie da vom Baum geschnitten hatte. Der Tote, etwa Anfang 30, trug weder Papiere noch einen Abschiedsbrief bei sich. Verwundert war die Kripo nur wegen des Stricks, den der Tote um den Hals hatte. Ein Hanfstrick mit einem klassischen Henkersknoten. Eher ungewöhnlich bei Selbstmord. In der Umgebung des Leichenfundorts wurde bis auf einen Zettel mit einer Telefonnummer nichts Verdächtiges gef...

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