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03.08.2002 / Ausland / Seite 13

Ruhe bitte!

Was man beim Milosevic-Prozeß nicht hören will

Thomas Immanuel Steinberg

Der Deutschlandfunk berichtet, der frühere Chef des serbischen Geheimdienstes Radomir Markovic habe den angeklagten Milosevic entlastet. Dabei hatte die Staatsanwaltschaft ihn in der vergangenen Woche als Belastungszeugen geladen.

Bei der taz war man verstimmt: »Beim UNO-Tribunal in Den Haag enttäuscht der als Zeuge der Anklage geladene frühere serbische Geheimdienstchef« , schrieb Roland Hofwiler. Statt über »direkte Kontakte« zwischen dem Freischärler Raznjatovic, der »Raubkatze«, zum »serbischen Herrscher zu berichten – wie mit der Anklage abgesprochen –, verwies Markovic allein darauf, man habe sich hin und wieder mit dem Freischärlerführer getroffen, ›um ihn in Schranken zu weisen‹.« Ein Eklat auch für Le Monde, zumal Markovic aussagte, nichts von einem »Hufeisenplan«, dem angeblichen Plan zur Vertreibung der Albaner aus den Kosovo, vernommen zu haben. Das stimmt überein mit den Zweifeln des deutschen Generals Heinz Loquai an der NATO-Begründung f...

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