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27.03.2017 / Titel / Seite 1

Atomwaffen? Nein danke!

Vereinte Nationen beraten ab heute über das Verbot nuklearer Rüstung. NATO-Länder wollen Gesprächen fernbleiben

Knut Mellenthin

Ab heute verhandeln die Vereinten Nationen zum ersten Mal über ein Verbot der Atomwaffen. Für die deutsche Bundesregierung und die anderen NATO-Staaten, aber anscheinend auch für Russland, ist der bloße Gedanke so abschreckend, dass sie sich nicht einmal an unverbindlichen Vorgesprächen beteiligen wollen. Die Mehrheit der neun Staaten, die derzeit über Atomwaffen verfügen, will die Verhandlungsrunde, die bis zum Freitag dauern soll, boykottieren. Die Merkel-Regierung läuft mit der Herde. Die Gespräche sollen dann zwischen 15. Juni und 7. Juli fortgesetzt werden. Ob und wie es danach weitergehen soll, ist noch offen.

Mit diesen Verhandlungen wird ein Beschluss der UNO-Vollversammlung umgesetzt, der am 23. Dezember 2016 gefasst wurde. 113 Mitgliedsstaaten stimmten dafür, 35 – darunter alle ­NATO-Länder – lehnten ab, und 13 Staaten enthielten sich ausdrücklich. Einige weitere vermieden eine Entscheidung, indem sie an der Abstimmung nicht teilnahmen.

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