21.03.2017 / Ansichten / Seite 8

Niedrigwachstumszone

EU und Japan planen Handelspakt

Simon Zeise

Das Gute an kapitalistischen Staaten ist, dass sie sich nicht dauerhaft verbünden. Wenn sie Interessen gefährdet sehen, kündigen sie ihre Zusammenarbeit auf. Am Freitag hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beim Besuch des US-Präsidenten Donald Trump erneut eine Abfuhr für das gemeinsame Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA (TTIP) abgeholt. Die US-Administration scheint es ernst zu meinen. Der unterbewertete Euro und die ausufernden Handelsüberschüsse im Niedriglohnland Deutschland behindern das Land der Tapferen in der Entfaltung seiner Wettbewerbsfähigkeit.

Am Sonntag gesellte sich in Hannover zu der geschmähten Merkel ein Staatsgast, der ebenfalls von den USA abgekanzelt wurde. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe besuchte die Computermesse Cebit. Als eine seiner ersten Amtshandlungen hatte Trump die »Transpazifische Partnerschaft« aufgekündigt.

Die gebeutelten...

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