14.03.2017 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Wendt und das Geld

Nicht nur in NRW wird die Deutsche Polizeigewerkschaft staatlich subventioniert. So soll offenbar der DGB geschwächt werden

Daniel Behruzi

Der Skandal um die staatliche Bezahlung des Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, zieht weiter Kreise. Wendt hatte vom Land Nordrhein-Westfalen das Gehalt eines Hauptkommissars erhalten, ohne als Polizist gearbeitet zu haben. In der vergangenen Woche wurde dann nicht nur bekannt, dass der Rechtsausleger unter den Vertretern von Polizeibediensteten jährlich 50.000 Euro für seine Aufsichtsratstätigkeit beim Versicherungskonzern Axa einsteckt (was seine Organisation für eine »angemessene Vergütung« hält). Sondern auch andere Bundesländer erklärten nun, Funktionäre der DPolG sowie des Bundes Deutscher Kriminalbeamter unbezahlt von der Arbeit freizustellen. Dass das Ziel dabei die Spaltung des Gewerkschaftslagers ist, geben die Verantwortlichen freimütig zu.

Dem rheinland-pfälzischen Innenministerium zufolge ist der dortige DPolG-Landeschef, Benno Langenberger, seit 2015 bei vollen Bezügen von der Arbeit freigestellt. In Hessen w...

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