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09.03.2017 / Feuilleton / Seite 10

Maximal pragmatisch

Lebenslang Brecht: Nachruf auf Werner Hecht (1926–2017)

Sabine Kebir

Der Bertolt-Brecht-Forscher Werner Hecht ist am 26. Februar im Alter von 90 Jahren verstorben. Am 18. Dezember 1926 in Leipzig geboren, studierte er bei Hans Mayer und wurde anschließend enger Mitarbeiter Helene Weigels während deren Intendanz am Berliner Ensemble (BE). Er war von 1959 bis 1973 als Mitarbeiter für Regie und Dramaturgie am BE beschäftigt und leitete von 1971 bis 1990 das Brecht-Zentrum. Als Mitherausgeber verantwortete er ab 1988 die »Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe« der Werke Brechts. Seine bedeutendste wissenschaftliche Leistung war aber die Erarbeitung der »Brecht-Chronik« (1997). Obgleich einer der wichtigsten Brecht-Experten der DDR, passte er sich den neuen Bedingungen in der erweiterten BRD schnell an und vertrat nach 1990 Positionen, welche den ostdeutschen Sozialismus diskreditierten. In seinem letzten Buch »Die Mühen der Ebenen. Brecht und die DDR« (2013) reduzierte er das komplizierte solidarisch-kritische V...

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