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02.03.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Preisfrage in Tunis

Beim Besuch der Kanzlerin in Tunesien geht es auch um die »Rücknahme« von Bürgern. Das ist nicht zuletzt eine Frage des Geldes

Gerrit Hoekman

Tunesien, die Wiege des »Arabischen Frühlings«, bekommt immer größere Probleme, die Bedürfnisse seiner Bürger zu befriedigen. Ein Grund: Die Auslandsschulden fressen einen großen Teil der Staatseinnahmen. In diesem Jahr geht ein Fünftel des Haushaltes für die Tilgung der Verbindlichkeiten drauf. Anstatt in die Entwicklung des nord­afrikanischen Landes fließt das Geld in die Taschen internationaler Gläubiger. »Tunesiens Handlungsfähigkeit ist durch die hohen Auslandsschulden blockiert«, stellen Maha Ben Gadha und Peter Schäfer von der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) in einer aktuellen gemeinsamen Analyse fest.

So wird es bei dem zweitägigen Besuch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Tunis, der am heutigen Donnerstag beginnt, viel um Geld gehen. Tunesien möchte, dass die Bundesrepublik ihre Entwicklungshilfe beibehält, besser noch ausbaut. Die Regierungschefin wird dafür eine umfangreichere Kooperation bei der Rücknahme von tunesischen Staatsb...

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