27.02.2017 / Inland / Seite 4

Provokante Realsatire

Neonazis wollen während des G-20-Gipfels für US-Präsident Trump demonstrieren

Kristian Stemmler

Satire ist normalerweise nicht das Instrument, mit dem Neonazis in öffentlichen Diskursen operieren. Angesichts der Nachricht über ein Vorhaben der »Bürgerbewegung pro Deutschland« könnte man an eine Ausnahme glauben: Die rechte Splitterpartei mit Sitz in Berlin-Marzahn hat über ihren Bundesvorsitzenden Manfred Rouhs eine Demonstration unter dem skurrilen Mottto »Solidarität mit Donald Trump« für den 8. Juli in Hamburg, den zweiten Tag des G-20-Gipfels in der Hansestadt, angemeldet. Und: Die Demo soll durch das Schanzenviertel führen, traditionell Zentrum linken Widerstands.

Tatsächlich handelt es sich weder um Satire noch um einen verfrühten Aprilscherz. »Die Anmeldung liegt uns vor«, bestätigte ein Sprecher der Hamburger Polizei, die in der Hansestadt die Versammlungsbehörde ist, gegenüber junge Welt. Auf der eigenen Homepage wirbt »pro Deutschland« mit einem Banner für die »Volkskundgebung«, es werden T-Shirts mit Trumps Konterfei und dem Spruch »Mein F...

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