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11.02.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Frühzeitige Jobvernichtung

Daimler-Spitze will der Umstellung auf Elektroantriebe vorgreifen und schon mal Stellen streichen. Wenn sie dabei bleibt, »dann kracht es«

Daniel Behruzi

Die Daimler-Belegschaften sind in Unruhe. Auslöser sind Äußerungen von Konzernchef Dieter Zetsche, der am 3. Februar vor Finanzanalysten ankündigte: »Wir werden beim Antrieb so früh wie möglich reduzieren.« Gemeint war die Zahl der Beschäftigten in den Motor- und Getriebewerken, also in Untertürkheim, Hamburg, Berlin dem thüringischen Kölleda und einigen anderen europäischen Mercedes-Standorten. Zetsche weiter: »Wir haben die Verantwortung, das Personal, das an Bord ist, zu sichern – aber wir sehen keine Verantwortung, die Stellen zu sichern.« Begründet wird der anvisierte Jobabbau mit der Umstellung auf Elektroantriebe – obwohl die allermeisten Mercedes-Modelle auch in den nächsten Jahren noch einen Verbrennungsmotor unter der Haube haben werden.

Laut Unternehmensplanung will Daimler ab 2025 zwischen 16 und 25 Prozent aller Pkw mit elektrischem Antrieb verkaufen. Selbst dann hätten bei aktuell gut 2,2 Millionen verkauften Fahrzeugen immer noch mehr als 1,...

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