11.02.2017 / Ausland / Seite 7

Hungeralarm in Somalia

Drei Millionen Menschen brauchen dringend Hilfe. Parlament wählt neuen Staatschef

Knut Mellenthin

In großen Teilen Somalias droht eine neue Hungerkatastrophe. Ihre Folgen könnten, wenn die »internationale Gemeinschaft« nicht sehr schnell ausreichend Geld für Hilfsaktionen zur Verfügung stellt, ähnlich schwerwiegend werden wie 2011. Damals starben in Somalia ungefähr 260.000 Menschen, die Hälfte davon Kinder. Von der gegenwärtigen akuten Krise, die hauptsächlich durch Mangel an Regen ausgelöst wurde, sind auch die Nachbarregionen im südöstlichen Äthiopien sowie im nördlichen und östlichen Kenia betroffen.

Die wesentlichen Tatsachen sind schon seit mehreren Monaten bekannt. Dass Berichte darüber gerade jetzt in den Medien erscheinen, ist Ergebnis koordinierter Alarmmeldungen, die von der UNO und privaten Hilfsorganisationen immer wieder veröffentlicht werden, um auf die Lage aufmerksam zu machen und auf die Regierungen der reichsten Länder Druck auszuüben.

Dürrekatastrophen brechen über die Bevölkerung nicht plötzlich herein. Sie bauen sich im Laufe von e...

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