Gegründet 1947 Donnerstag, 21. März 2019, Nr. 68
Die junge Welt wird von 2173 GenossInnen herausgegeben
07.02.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 8

»Für gemeinsamen Sozialstaat zu heterogen«

Die Euro-Zone wird auseinanderbrechen – deshalb müssen Länder kontrollierten Austritt planen können. Gespräch mit Martin Höpner

Claudia Wrobel

Sie haben eine Tagung der Antikapitalistischen Linken, AKL, einer Strömung innerhalb der Partei Die Linke, über Alternativen zum Euro-System als Referent mitverfolgt. Wie schätzen Sie die Qualität der Debatte ein?

Man muss der Partei Die Linke und ihren Strömungen ein großes Lob aussprechen: In keiner anderen Partei und auch nicht den Gewerkschaften wird so offen über den Euro diskutiert. Die Tagung war ungewohntes Terrain für mich. Als Wissenschaftler habe ich eine progressive Agenda, weil ich nach Wegen der sozialen Wiedereinbettung des entfesselten Kapitalismus suche. Aber als Antikapitalisten würde ich mich nicht bezeichnen. Ich muss jedoch anerkennen: Die Euro-Debatte wird in der AKL auf höchstem Niveau geführt, ich war sehr beeindruckt.

Sie plädieren für eine kontrollierte Auflösung des Euro. Warum?

Ich fürchte, dass die Frage heute nicht mehr ist, ob man für oder gegen den Euro ist. Sondern vielmehr, ob man die Währungsunion unkontrolliert auseinand...

Artikel-Länge: 4056 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €