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16.01.2017 / Feuilleton / Seite 10

Futsch ist futsch, das stimmt schon

Aber die Männer darf man nicht ernst nehmen: Der dritte Roman von ­Lili Grün (1904–1942) über das Wien der 10er und 20er Jahre

Werner Jung

Nachdem der Berliner Aviva-Verlag überaus erfolgreich die beiden ersten Romane der österreichischen Schriftstellerin Lili Grün (1904–1942) neu herausgegeben hat, »Alles ist Jazz« (1933/2009) und »Zum Theater!« (1935/2011), liegt nun auch der dritte, wiederum mit kundigem Nachwort der Herausgeberin Anke Heimberg versehen, vor. »Junge Bürokraft übernimmt auch andere Arbeit …« war seinerzeit nur als Fortsetzungsroman im Wiener Tag (1936/37) gedruckt worden. Die Zeitung hatte ihn so angekündigt: »Ein ganzer Stadtteil steht in echter Wiener Luft vor dem Leser da, und aus hundert kleinen Beobachtungen setzt sich ein liebevolles Lebensbild von heute zusammen.«

Knapp und pointiert beschreibt die damals 32jährige Lili Grün Entwicklungen, die von der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg über dessen Verlauf bis in die schwierigen 20er Jahre reichen. Im Mittelpunkt agiert Susi, jüngste Tochter des Ehepaars Urban. Ihr Bruder Franz macht während des Krieges Karriere, gerät...

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