03.01.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Angriff auf Millionen

Bewaffnete Aufständische in Syrien nehmen die Wasserquellen des Landes ins Visier

Karin Leukefeld

Hunderte Menschen haben ihre Dörfer im Barada-Tal verlassen, das nordwestlich von Damaskus in Richtung der Grenze zum Libanon verläuft. Die Menschen seien vor »terroristischen Gruppen« geflohen und zu Stellungen der syrischen Armee und ihrer Verbündeten, darunter auch die libanesische Hisbollah gekommen, berichtete die syrische Nachrichtenagentur SANA am Sonntag. Der Syrische Arabische Rote Halbmond (SARC) versuche die Menschen dort zu versorgen und in sichere Unterkünfte zu bringen. Bei winterlichen Temperaturen ist die Lage für die Schutzsuchenden aber sehr schwierig.

Im Gebiet des Barada-Tals liegt die Quelle Al-Fidschah, die die syrische Hauptstadt Damaskus seit Jahrtausenden mit Wasser versorgt. Seit Beginn des Krieges im Jahr 2011 ist das Tal Teil einer Schmugglerroute für Waffen und Kämpfer aus den Orten Zabadani und Madaja, die wenige Kilometer westlich der Quelle liegen. Wiederholt haben Kampfverbände, die heute zur »Front zur Eroberung von Syrien...

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