28.12.2016 / Inland / Seite 2

»Sein linkes Auge ist komplett erblindet«

»Stuttgart 21«: Opfer des »schwarzen Donnerstags« nehmen Entschädigung des Landes an, da Ausgang weiterer Prozesse unklar. Gespräch mit Frank-Ulrich Mann

Gitta Düperthal

Am Dienstag haben die Kläger, die beim rechtswidrigen Wasserwerfereinsatz bei einer Demo gegen den Tiefbahnhof »Stuttgart 21« am 30. September 2010 an den Augen verletzt wurden, eine Entscheidung bekanntgegeben: Sie werden das Entschädigungs­angebot des Landes Baden-Württemberg annehmen. Warum wollen sie das Gerichtsverfahren nicht fortführen?

Für den fast erblindeten Dietrich Wagner hat die Landesregierung immerhin ein angemessenes Angebot über 120.000 Euro gemacht. Wir sind nicht in den USA, wo das Zehnfache ausgeschüttet würde. Hierzulande gibt es Vergleichswerte, es ist festgehalten, wieviel Entschädigung jemand erhalten hat, der durch einen Verkehrsunfall erblindet ist. Diese sind zu Rate gezogen worden, deshalb die Größenordnung.

Wie geht es beiden geschädigten Menschen jetzt, mehr als sechs Jahre nach dem brutalen Polizeieinsatz?

Außer den Schmerzen mussten sie Einschränkungen in ihrem Alltag und im Berufsleben hinnehmen. Das Augenlicht derart eingesc...

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