24.12.2016 / Inland / Seite 4

Streit im Wikipedia-Schiedsgericht

Ein AfD-Funktionär hat sich in das höchste Entscheidungsgremium der Onlineenzyklopädie wählen lassen. Seitdem hagelt es Rücktritte

Marvin Oppong

Spätestens seit der Diskussion um das transatlantische Handelsabkommen TTIP mit seinen geplanten Möglichkeiten zur außerstaatlichen Streitfallschlichtung ist das Wort »Schiedsgericht« ein Reizwort. Nun gilt dies auch für die deutschsprachige Wikipedia. Das Schiedsgericht der Enzyklopädie kommt zum Tragen, wenn Wikipedia-Autoren sich um Inhalte streiten und nicht einig werden, was häufig bei politischen Themen und Artikeln der Fall ist.

Nachdem das AfD-Engagement des Wikipedia-Autors und Schiedsgerichtsmitglieds unter dem Benutzernamen »Magister« bekannt geworden war, traten Anfang September drei Mitglieder des Gremiums gleichzeitig zurück. Danach bestand dieses nur noch aus fünf Mitgliedern, einschließlich des AfD-Vertreters. Seit vergangener Woche wird in der Wikipedia heftig über den Vorgang diskutiert. Seitdem sind weitere Schiedsgerichtsmitglieder zurückgetreten. Mittlerweile sei das Wikipedia-Gremium »kaum noch arbeitsfähig«, berichtete Heute.de am Fr...

Artikel-Länge: 4186 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe