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15.12.2016 / Feuilleton / Seite 10

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Thomas Wagner

Jedes in Deutschland veröffentlichte Buch muss der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) in zwei Exemplaren zugeschickt werden. Zu deren wichtigsten Aufgaben gehört es, diese Medien zu sammeln, bibliographisch zu erfassen, sicher aufzubewahren und für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen. Die Bücher konnten nicht entliehen, aber in den Lesesälen der Einrichtung genutzt werden. Damit ist es jetzt anscheinend vorbei. Bücher, die auch in einer elektronischen Version vorliegen, dürfen demnach an den beiden DNB-Standorten in Frankfurt am Main und Leipzig nur mehr in Ausnahmefällen an die Nutzer herausgegeben werden. In der Kolumne der vergangenen Woche habe ich bereits darauf hingewiesen.

Offenbar verfährt die Institution neuerdings nach der Devise: Der beste Leser ist derjenige, der nie ein Buch in die Hand nimmt. Man scheint zu fürchten, das hochgeschätzte Kulturgut nicht mehr vor der Beschädigung durch Eselsohren, Fettflecken, Unterstreichungen und andere Besch...

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