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19.11.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Juhu, der Zins steigt

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Wo bleibt der Jubel? Die Zinsen steigen. Banker, Rentiers und Versicherungsmanager, besonders die deutschen, die desorientiert die Welt nicht mehr verstehen konnten, haben endlich ihren positiven Zins wieder. Sogar das edelste und begehrteste Papier von allen, die zehnjährige Bundesanleihe, gibt wieder einen Zins her. 0,28 Prozent waren es am Donnerstag. Das ist nicht viel, aber doch mehr als null. Und erheblich mehr als ein Minuszins, der noch vor einem Monat gegolten hatte. Damals mussten der Anleger und der Banker usw. Herrn Schäuble noch zusätzlich Geld geben für die Ehre (und vermeintlich besondere Sicherheit), ein Stück deutsche Staatsschulden sein eigen nennen zu dürfen.

Wer mehr Zins haben will – bitte sehr. Zehnjährige US-Staatsschulden bringen ganze zwei Punkte mehr als deutsche, also 2,28 Prozent. Der Nachteil, man muss in Dollar investieren und bekommt auch Zinsen und die Rückzahlung in Dollar, was schließlich ein kleines Zusatzrisiko darst...

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