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19.11.2016 / Titel / Seite 1

Weinen um Obama

Scheidender US-Präsident in Berlin: Presse und Politik überbieten sich in Pathos. Von Drohnenangriffen und Staatsstreichen spricht hingegen kaum jemand

Michael Streitberg

Barack Obama kam, und allerorten wurden die Taschentücher ausgepackt: »Bitte nicht gehen«, barmte die Berliner Boulevardzeitung B. Z. in ihrer Freitagausgabe. Den Gipfel der Peinlichkeit erklomm jedoch wie schon so oft die von manchen noch immer für links gehaltene taz: »Ain’t no sunshine when he’s gone«, zitierte sie den abgewandelten Titel eines Soulklassikers von Bill Withers.

In der deutschen Hauptstadt hatte Obama mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie den Regierungschefs Frankreichs, Italiens, Spaniens und Großbritanniens am Freitag über die künftige Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA gesprochen. Bei dem Gipfel ging es auch um die westlichen Sanktionen gegen Russland. Medienberichten zufolge waren sich alle Teilnehmer darüber einig, dass diese aufrechterhalten werden sollten. Zudem gaben sie ein Bekenntnis zur NATO ab. Obama versuchte so, sein politisches Vermächtnis festzuzurren. Was davon unter Donald Trump bleiben wird, ist allerdings off...

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