17.11.2016 / Ausland / Seite 6

Empfindlich getroffen

Verfahren in Brasiliens Parlament: Rechtsaußen fühlt sich vom linken Abgeordneten Jean Wyllys gekränkt

Peter Steiniger

Brasiliens Nationalkongress, beherrscht von Großagrariern, religiösen Fundamentalisten und dem Filz der Oligarchen, gilt nicht gerade als ein Hort der Ethik. Gegen die meisten Abgeordneten und Senatoren hier wird wegen diverser Verbrechen ermittelt. Nur die parlamentarische Immunität hält sie im Geschäft. Doch in beiden Kammern existieren Räte für Ethik, um über die gute Führung der Volksvertreter zu wachen. Vor dem des Unterhauses läuft derzeit das Nachspiel zu den internen Auseinandersetzungen im Zuge der politisch motivierten Absetzung von Präsidentin Dilma Rousseff von der Arbeiterpartei (PT), die Ende August endgültig wurde. Hier muss sich in diesen Tagen der Abgeordnete der Partei Sozialismus und Demokratie (PSOL) Jean Wyllys wegen seines Verhaltens gegenüber seinem Kollegen Jair Bolsonaro verantworten. Der rechte Demagoge hat sich nach etlichen anderen Stationen bei der Christlichen Sozialen Partei (PSC) angesiedelt, die 13 der 513 Abgeordneten de...

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