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05.11.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Des Kaisers neue Kleider

Die »internationale Gemeinschaft« hat sich im Jemen in eine Sackgasse manövriert. Ein neuer Vorschlag soll jetzt einen Ausweg weisen

Knut Mellenthin

Der UN-Sonderbotschafter für den Jemen, Ismail Ould Cheikh Ahmed, ist wieder einmal mit einem neuen Friedensplan zwischen Sanaa und Aden unterwegs. In den beiden Hauptstädten der Bürgerkriegsparteien fanden vor der Ankunft des 55jährigen Mauretaniers Protestdemonstrationen mit mehreren tausend Teilnehmern gegen seine Vorschläge statt. Die Szenen unterschieden sich jedoch deutlich: In der offiziellen Landeshauptstadt Sanaa regiert eine Koalition der schiitischen Organisation Ansarollah mit der Partei des früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh, dem Allgemeinen Volkskongress. Über ihre Führer hat der UN-Sicherheitsrat Strafmaßnahmen verhängt. Alle Massenkundgebungen in Sanaa fanden unter einem Meer von rot-weiß-schwarzen Fahnen statt, der 1952 in Ägypten eingeführten »Fahne der arabischen Befreiung«, die seit 1990 Staatsflagge des Jemen ist.

Anders das Bild am Donnerstag in Aden, der provisorischen Hauptstadt der international anerkannten und unterstützten R...

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