02.11.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 2

»Die Euro-Krise geht unvermindert weiter«

Die Europäische Union befindet sich in der Stagnation. Berlin setzt dennoch weiter auf Kürzungsprogramme. Ein Gespräch mit Heiner Flassbeck

Simon Zeise

Am Montag hat die europäische Statistikbehörde Eurostat Zahlen veröffentlicht: ein Wirtschaftswachstum von plus 0,3 Prozent. Ist das der lang ersehnte Aufschwung?

Einzig interessant daran ist, dass die Zahlen aus Deutschland noch nicht veröffentlicht sind. Das bedeutet, dass diese Zahlen nichts wert sind. Toll ist auch, dass Spa­nien wieder 0,7 Prozent Wachstum verzeichnet. In Madrid muss irgendein genialer Statistiker sitzen, der immer 0,7 Prozent errechnet, die niemand anderes finden kann.

Darauf könnte man bald Wetten abschließen.

Genau. Zudem ist Ministerpräsident Mariano Rajoy wiedergewählt worden. Also bleibt der Statistiker sicher im Amt. Das Wachstum in der EU ist lächerlich wenig, und selbst die 0,3 Prozent ziehe ich in Zweifel. Ich erstelle jeden Monat einen Bericht zur wirtschaftlichen Entwicklung. Darin sieht man an den tatsächlichen Zahlen, dass nirgendwo ein Aufschwung im Gange ist. Die wichtigsten Indikatoren sind die Bau- und Industrieprodukt...

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