28.10.2016 / Inland / Seite 4

Spiel mit Menschenleben

Erneut Todesopfer nach polizeilichem Pfeffersprayeinsatz. Linkspartei fordert Verbot

Markus Bernhardt

Erneut hat der Einsatz von Pfefferspray durch die Polizei offenbar einem Menschen das Leben gekostet. So berichtete die Neue Westfälische am vergangenen Sonntag, dass ein 39jähriger Mann bereits am 17. Oktober in einem Bielefelder Krankenhaus verstorben sei. Zwei Tage zuvor war es zu Streitigkeiten zwischen ihm und seiner Frau gekommen, woraufhin Nachbarn die Polizei verständigt hatten. Die Beamten seien mit gezielten Schlägen und Pfefferspray gegen den Mann vorgegangen, er sei alkoholisiert gewesen und habe zuvor Kokain konsumiert. Die Beamten sollen den 39jährigen dann mit Kabelbindern fixiert haben. Zeugenaussagen zufolge soll der Mann panisch reagiert haben.

Während die Bielefelder Polizei sich gegenüber der Neuen Westfälischen nicht zu dem Vorfall äußern wollte, hat die nordrhein-westfälische Linkspartei ihre Forderung erneuert, Polizisten den Einsatz von Pfefferspray zu untersagen. Dieser sei »unverantwortlich. Gerade bei Menschen, die Kokain konsumi...

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