26.10.2016 / Thema / Seite 12

Griff nach der Marktmacht

Mit dem Kauf von Monsanto steigt der Bayer-Konzern zum mit Abstand größten Agrarunternehmen der Welt auf. Der Konzentrationsprozess der Branche erreicht damit einen vorläufigen Höhepunkt

Jan Pehrke

»Ich kann Ihnen nur sagen, dass wir von der Qualität des Managements, der Qualität der Produkte, der Stärke der Innovationskraft und auch von der Kultur Monsantos sehr überzeugt sind«, erklärte Bayer-Chef Werner Baumann zum Abschluss der Übernahmeverhandlungen mit dem US-amerikanischen Chemie- und Saatgutunternehmen. 128 Dollar zahlt der Leverkusener Multi pro Aktie – das bedeutet einen kräftigen Aufschlag gegenüber dem derzeitigen Kurs. Der Kaufpreis summiert sich so auf 66 Milliarden Dollar. 19 Milliarden davon will Bayer durch eine Eigenkapitalerhöhung aufbringen; den Rest über Kredite von Credit Suisse, der Bank of America/Merrill Lynch und anderen Geldhäusern.

Der Deal ist der vorerst letzte Akt im neuerlichen Monopolyspiel der Agrarchemieindustrie. Die Aktionäre von Dupont und Dow haben bereits im Mai einer Fusion der beiden Konzerne zugestimmt, und Chem-China übernahm jüngst Syngenta. Im Düngemittelbereich schlossen sich Potash und Agrium zusammen, ...

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