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01.06.2002 / Inland / Seite 0

Die Welt sollte schauen

Albert Norden zum 20. Todestag

Norbert Podewin

Die DDR-Presse vermeldete am 1. Juni 1982: »Tiefe Trauer um unseren Genossen Albert Norden« über den Tod am 30. Mai. Die Republik hatte ihren besten Propagandisten verloren, einen Mann, den die eigene Familiengeschichte zum Chefankläger der Altnazis in der Bonner Politik und Gesellschaft formen sollte.

Albert Norden wurde als Sohn des Oberrabiners Dr. Joseph Norden am 4. Dezember 1904 in Myslowitz (Kreis Kattowitz) geboren. 1907 versetzte man den Vater nach Elberfeld. Als Kaiserpatriot verteidigte er im Ersten Weltkrieg die deutsche Politik in Kanzelreden, die er drucken und verbreiten ließ; die Majestät dankte 1915 mit dem »Kronenorden«. Der Sohn dagegen geriet als Gymnasiast in den revolutionären Umbruch der Novemberrevolution, wurde beim Verteilen selbstgefertigter Flugblätter ertappt und »auf dringendes Anraten« von der Schule genommen. Eine Schreinerlehre schloß sich an, doch bald begann der Autodidakt, seit 1919 Mitglied des Kommunistischen Jugen...

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