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22.10.2016 / Thema / Seite 12

Feind des Dogmatismus

Im Zuge des Aufstands in Ungarn im Oktober 1956 trat der Philosoph und Literaturwissenschaftler Georg Lukács als Kulturminister in die Regierung Nagy ein. Theoretisch arbeitete er an einer Renaissance des Marxismus

Daniel Göcht

Der Aufstand in Ungarn im Oktober 1956 1 ist bereits in der zeitgenössischen Wahrnehmung, spätestens aber seit 1990 eindeutig besetzt: Es handelte sich um einen antikommunistischen Aufstand für die Abschaffung des Sozialismus in Ungarn, die Loslösung von der Sowjetunion und die Einführung von westlicher Demokratie und Kapitalismus. Diese gängige Deutung der Ereignisse, die sich ironischerweise in weiten Teilen mit derjenigen der ungarischen Kommunistischen Partei deckt, mag zwar eine Seite des Geschehens treffen. Was dabei aber vernachlässigt wird, sind die Widersprüchlichkeit der Ereignisse und die Intentionen vieler Protagonisten, die nicht eine Abschaffung, sondern eine Reform des Sozialismus hin zu seiner Demokratisierung gefordert haben. Ein solcher Protagonist der Oktober-Ereignisse ist der Philosoph und Literaturwissenschaftler ­Georg Lukács.

Lukács ist 1956 bereits ein alter (und weltberühmter) Mann, der auf eine bewegte Lebensgeschichte in der Arb...

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