15.10.2016 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Der Weg der Maroons

Gesicht des schwarzen Widerstandes: Über Assata Shakur

Jürgen Heiser

Der 2. November 1979 war ein Freitag. Seit dem Vortag bestimmte nur ein Thema die Meldungen auf allen Kanälen: Vor der US-amerikanischen Botschaft in Teheran protestierten Hunderttausende gegen den Aufenthalt Schah Mohammad Reza Pahlavis in New York City und forderten seine Auslieferung. Der Diktator war auf der Flucht vor der iranischen Revolution, die ihn gestürzt hatte. Er sollte wegen der Folter und Ermordung von Oppositionellen durch seinen Geheimdienst SAVAK in Teheran vor Gericht gestellt werden. Das Weiße Haus hatte jedoch entschieden, den »Freund des Westens« aufzunehmen. Aufgeregt erörterten Moderatoren der großen Konzernmedien mit Korrespondenten und Regierungspolitikern die Frage, welche Folgen die aufgeheizte Stimmung in Teheran für das Personal der US-Botschaft haben könne.

In der Glaskanzel der Pforte des Staatsgefängnisses für Frauen in Clinton (New Jersey) lief ein Transistorradio. Die beiden Wachbeamten hörten die letzten Meldungen aus Te...

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