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15.10.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Große Worte zur Bankenstützung

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Nachdem Hans-Werner Sinn nun in Rente ist, nicht mehr dem Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung in München vorsteht und nicht mehr zu allen Problemen befragt wird, ist ein neuer Stern am Himmel der häufig zitierten und einflussreichen Volkswirte erschienen. Sein Name ist Marcel Fratzscher, er ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Sinn und Fratzscher kommen bei den Medien gut an, weil sie sich nicht scheuen, unangenehme Tatsachen wenigstens anzusprechen. Sinn ist dabei unterhaltsamer. Er dramatisiert noch mehr. Die vielen Milliarden Euro, die über das Verrechnungssystem der Euro-Notenbanken und die in Brüssel zusammengebastelten Rettungspakete nach Griechenland flossen, wusste er effektvoll als unwiederbringlichen Verlust für den deutschen Steuerzahler darzustellen (und damit abzulenken von der Katastrophe, die damit in Griechenland angerichtet wurde). Ähnlich Fratzscher heute. Er tritt weniger als strafender Prop...

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