12.10.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Eine Stadt als Geisel

Westliche Staaten halten an Unterstützung für islamistische Kampfverbände in Aleppo fest

Karin Leukefeld

Im UN-Sicherheitsrat wird Aleppo zur Geisel gemacht. Die westlichen Vetomächte – USA, Frankreich und Großbritannien – werfen Russland und Syrien vor, die Stadt zu vernichten. Moskau fordert einen Waffenstillstand und die Trennung der »moderaten bewaffneten Opposition« von terroristischen Gruppen wie der Fatah-Al-Scham-Front oder dem »Islamischen Staat«. Die syrische Armee schafft mit ihren Verbündeten vor Ort Fakten. Die Nachschubwege in den Ostteil von Aleppo wurden abgeriegelt, Bodentruppen rücken vor, bei Al-Scheich Said im Süden der Stadt finden heftige Kämpfe statt.

Die Militärführung erneuerte das bereits Anfang August unterbreitete Angebot für freies Geleit, wenn die Kämpfer Ostaleppo verlassen. Es wurde von der Fatah-Al-Scham-Front, die bis Juli unter dem Namen Nusra-Front firmierte, postwendend zurückgewiesen. Als der UN-Sondervermittler für Syrien, Staffan de Mistura, daraufhin anbot, den Abzug persönlich zu begleiten, um das Leben der Kämpfe...

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