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04.10.2016 / Inland / Seite 2

»Eins gilt sowieso: Kein Sex mit Nazis!«

Die AfD ist homophob und benutzt als Feigenblatt eine Arbeitsgemeinschaft von Homosexuellen. Ein Gespräch mit Jasper Prigge

Markus Bernhardt

Die AfD macht zunehmend gegen Lesben, Schwule und Transsexuelle mobil. So wird aus den Reihen der Partei mit Bezugnahme auf Homosexuelle mit Begriffen wie »perverser Zeitgeist«, »degenerierte Spezies« oder »Gendeffekt« hantiert. Hätten Sie so etwas im Jahre 2016 noch für möglich gehalten?

Auch aus der CDU und CSU gab es immer wieder ähnliche Ausfälle und die Weigerung, schwulen oder lesbischen Paaren ein umfassendes Adoptionsrecht zu gewähren. Das geschieht ja bei der CDU/CSU ebenfalls aus tief verwurzelter Homophobie. Die AfD sammelt nun diejenigen ein, die mit gesellschaftlicher Vielfalt nicht umgehen können. Unbeabsichtigt macht die AfD damit aber auch deutlich, dass es illusionär ist, zu glauben, der Kapitalismus könne diskriminierungsfrei sein. Er überlebt ja nur durch Ausgrenzung, Spaltung und Verunsicherung.

Aber woher rührt der Hass vieler AfD-Politiker auf Homo- und Transsexuelle?

Die Trieb- und Sexualunterdrückung ist für extrem rechte Organisation...

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