Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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01.10.2016 / Geschichte / Seite 15

Terror gegen die Revolution

40 Jahre nach dem Anschlag auf ein kubanisches Verkehrsflugzeug lebt einer der Haupttäter noch immer unbehelligt von der Justiz in den USA

Volker Hermsdorf

Am 6. Oktober 1976 explodierten zwei Bomben an Bord einer DC-8-Maschine der Fluggesellschaft Cubana de Aviación, kurz nachdem diese in Barbados mit 73 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord gestartet war. Die Piloten hatten das Flugzeug bereits über das Meer gesteuert. Doch wenige Kilometer von der Küste entfernt stürzte die Maschine brennend in die Wellen. Alle TV- und Radiosender in der Karibik und Lateinamerika unterbrachen ihre Programme. Sie meldeten ein Unglück, dessen Ursache zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt war. Die aus dem Wasser gefischten Leichenteile der Opfer wurden in Särge gebettet und nach Havanna gebracht. Bei der Trauerfeier am 15. Oktober auf dem Platz der Revolution beschuldigte Fidel ­Castro die CIA, hinter dem Anschlag zu stecken, und warf Washington vor, die Terroristen zu decken. Dafür hatte der Revolutionsführer handfeste Beweise.

Im Auftrag der CIA

Die beiden Bombenleger, die auf dem Flug von Guyana nach Kuba bei einem Zwi...

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