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24.09.2016 / Geschichte / Seite 15

Unvorstellbares Grauen

Babi Jar. Vor 75 Jahren verübten deutsche Faschisten in einer Schlucht nahe Kiew das größte Einzelmassaker des Zweiten Weltkriegs

Martin Seckendorf

Bei der Vorbereitung des Überfalls auf die Sowjetunion rückten seit März 1941 die Art der Kriegsführung und die Gestaltung der Besatzungspolitik in den zu erobernden Gebieten in den Vordergrund. Um die Beute zu sichern und das Land sowie seine Bewohner rigoros ausbeuten zu können, sei vom ersten Tag des Überfalls an, so der Tenor der deutschen Dokumente, die massenhafte Anwendung schrankenloser Gewalt gegen die sowjetische Bevölkerung notwendig. Vor allem die Träger des Sowjetsystems sollten liquidiert werden. Zu den »Systemnahen« zählten die Nazis alle Mitglieder der KPdSU und ihres Jugendverbands Komsomol, die Angestellten des sowjetischen Staates von der Kindergärtnerin bis zum Minister, die Angehörigen der Intelligenz sowie leitendes Wirtschaftspersonal.

Schrankenlose Gewalt

Erheblich vergrößert wurde der Kreis der zu ermordenden Menschen durch die faschistische Behauptung, die »Juden« und der »Bolschewismus« seien eine Symbiose eingegangen. Der ...

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