Schwarzer Kanal
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19.09.2016 / Inland / Seite 8

»Zugeständnisse an Rechte sind ein Brandbeschleuniger«

25 Jahren nach dem Pogrom von Hoyerswerda werden fast täglich Flüchtlinge angegriffen. Ein Gespräch mit Karl Kopp

Gitta Düperthal

Zwischen dem 17. und 23. September 1991 kam es im sächsischen Hoyerswerda zu schweren Ausschreitungen. Rassisten griffen ein Wohnheim für Vertragsarbeiter und eine Flüchtlingsunterkunft mit Molotowcocktails und Steinen an. Welche Lehren sind, 25 Jahre danach, daraus zu ziehen?

Es war nicht der erste rassistische Anschlag, aber das erste Pogrom in Deutschland nach 1990. Dadurch wurde der Boden für eine starke rechtsradikale Subkultur bereitet, möglicherweise auch für die rassistischen Morde des »Nationalsozialistischen Untergrunds«, NSU. In den vergangenen Monaten hat die CDU-SPD-Bundesregierung in hohem Tempo Asylgesetze verschärft. Sie orientierte sich zunehmend an der rechten Stimmungsmache. Nun ist das Problem hierzulande insgesamt manifest. Fast täglich gibt es Brandanschläge und Übergriffe auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte.

Wie konnte es überhaupt soweit kommen?

Das verantwortete die »Politik der gesellschaftlichen Mitte« mit. Am 12. September 1991 h...

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