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19.09.2016 / Inland / Seite 4

Dementi eines V-Mann-Führers

Geheimdienst soll keine »Vertrauensperson« im NSU-Kerntrio gehabt haben – sagt ein pensionierter Beamter, der sich im Zeugenstand bereits widersprach

Claudia Wangerin

Weder Beate Zschäpe noch Uwe Mundlos oder Uwe Böhnhardt sollen V-Leute des Verfassungsschutzes gewesen sein – zumindest nicht, falls ein ehemaliger Mitarbeiter des Thüringer Landesamtes die Wahrheit sagt. Der pensionierte Verfassungsschützer Norbert Wießner wurde am Donnerstag letzter Woche im NSU-Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtags von der Abgeordneten Katharina König (Die Linke) direkt danach gefragt. Wießner verneinte dies. Die Nachfrage, ob er es zu 100 Prozent ausschließen könne, beantwortete er mit ja. Es sei auch nicht versucht worden, eines der mutmaßlichen Mitglieder des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) anzuwerben. Andere Landesämter oder das Bundesamt für Verfassungsschutz hätten die Thüringer Kollegen informieren müssen, falls sie dies versucht hätten, sagte König am Freitag im Gespräch mit junge Welt. Fraglich ist, ob sie sich immer an die Regularien hielten.

Das Dementi von Norbert Wießner wird den Verdacht nicht endgültig...

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