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16.05.2002 / Feuilleton / Seite 0

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»Empire«-Schulung (13): Der Multikulti-Rassismus

Peer Schmitt

Lange schien der Rassismus an eine quasimythologische Genealogie von »Blut und Boden« gekoppelt, an eine »Einheit des Völkischen« usw. - die Überlegenheit einer Elite produzierte sich durch biologische Vererbung. Diese quasinatürliche Hierarchie kulminierte im Begriff der »Rasse«. Paradoxerweise war der Begriff der »Rasse« (und damit auch sein politisches Korrelat - der »biologistische« Rassismus) aber von jeher selbst hybrid und stand immer im Zusammenhang mit juridischen, politischen usw. Praktiken außerhalb des Diskurses der Biologie. Die Zuschreibung der »Rasse« konnte nie wirklich kohärent sein (man kann das sehr leicht z.B. an den verschiedenen Gesetzgebungen in den USA oder den westindischen Kolonialgebieten ablesen). Genaugenommen hat es einen rein biologistisch-deterministischen Rassismus wohl nur als mythologischen Diskurs gegeben.

Dennoch erfüllte der Rassismus in der »liberalen« bürgerlichen Gesellschaft von Beginn an den klaren politischen ...

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