27.08.2016 / Ausland / Seite 2

»Eine Trendumkehr ist unsicher«

Millionen junge Menschen sind weltweit ohne Erwerb, warnt die ILO. Die Zahl der armen Jugendlichen sinke aber. Gespräch mit Stefan Kühn

Johannes Supe

Rund 71 Millionen Jugendliche sind weltweit erwerbslos. Das geht aus einem Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hervor. Die Zahl stieg in diesem Jahr gegenüber 2015 um etwa 500.000 junge Erwerbslose an. Ist das ein neuer Trend?

Nach der Finanzkrise im Jahr 2007 war die Arbeitslosigkeit, auch die unter Jugendlichen, vor allem in den Industriestaaten deutlich angestiegen. Seit 2013 verbesserte sich die Situation dort insgesamt. Die Jugendarbeitslosigkeit fiel in diesen Staaten also wieder. Dieser Trend setzt sich auch jetzt fort, hat sich aber abgeschwächt. Neu ist, dass in den Entwicklungsländern die Jugendarbeitslosigkeit steigt. Das ist in den vergangenen Jahren nicht geschehen.

Waren denn Schwellen- und Entwicklungsländer nicht von der Krise betroffen?

Doch, allerdings weniger stark. Dazu kommt: Gerade in den ärmsten Ländern reagiert die Arbeitslosigkeit nicht sehr stark auf solche zyklischen Effekte. Wenn die ökonomische Situation in Entw...

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