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06.05.2002 / Inland / Seite 0

Euro als Friedensstifter?

Der Aachener Karlspreis, der nie ein Friedenspreis sein sollte, ist eine pangermanische Inszenierung

Michael Klarmann

Am Donnerstag wird der Euro mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen ausgezeichnet. Das seit Januar offizielle EU-Zahlungsmittel wird sich sodann in guter Gesellschaft befinden: William Clinton, Helmut Kohl, Henry Kissinger oder Konrad Adenauer wurden schon im Krönungssaal des Rathauses mit der Karlspreis-Medaille geadelt. Erstmals wird nun eine Sache ausgezeichnet, weshalb der Präsident der Europäischen Zentralbank, Wim Duisenberg, die Ehrung entgegennimmt. Aber wer bestimmt seit 1950 die Preisträger und wes´ Geistes Kind ist das Spektakel?

Im April 2001 machte Aachens Oberbürgermeister Jürgen Linden gegenüber der Aachener Zeitung eine denkwürdige Aussage: »Das Karlspreis-Direktorium ist ein Bürger- und kein Expertengremium. Es formuliert somit eine Meinung von Bürgern zu Europa - quasi als Bürgerinitiative.« 1999, als der britische Premierminister Tony Blair geehrt wurde und die NATO ihre EU-Normen in Jugoslawien mit Bomben durchsetzte, hatte der...

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