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06.08.2016 / Ausland / Seite 6

Kein Freibrief für Santos

Kolumbiens Gewerkschaften unterstützen den Friedensprozess, stellen sich jedoch gegen die Regierungspolitik. Internationale Solidarität weiterhin notwendig

André Scheer, Bogotá

Die Anebre, eine Gewerkschaft von Angestellten der Banco de la República in Kolumbien, hat ihren Sitz in Bogotá im zwölften Stock eines Hochhauses. Um dieses betreten zu können, muss man zunächst eine strenge Sicherheitskontrolle passieren: Ohne Ausweis geht gar nichts, wenn der Portier einen nicht als regelmäßigen Nutzer kennt. Große Schilder weisen darauf hin, dass alle Pakete und Taschen am Eingang kontrolliert werden. Die Maßnahmen sind verständlich, denn Kolumbien gehört zu den für Gewerkschafter gefährlichsten Ländern der Welt. In den vergangenen Jahrzehnten fielen Tausende organisierte Arbeiter Anschlägen zum Opfer, Funktionäre müssen sich noch heute auf den Schutz von Leibwächtern verlassen.

»In Kolumbien war es lange einfacher, eine bewaffnete Organisation außerhalb des Gesetzes zu gründen als eine Gewerkschaft«, berichtete am Dienstag Leonor Sierra, die in Kolumbien den Dachverband von internationale Dienstleistungsgewerkschaften (UNI Global Unio...

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