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04.08.2016 / Inland / Seite 5

Ethnisch sortiert

Arbeitsagentur meldet mehr ausländische Hartz-IV-Bezieher, Hardliner fordern härtere Gangart gegen sie

Christina Müller

Im peniblen Aufzählen von Herkunftsländern ist die Bundesagentur für Arbeit (BA) ungeschlagen. Sorgsam sortieren die Statistiker der Behörde etwa die Erwerbslosen, nämlich in deutsche und nichtdeutsche. So fallen 1,5 Millionen von knapp sechs Millionen Hartz-IV-Berechtigten unter die Rubrik »Ausländer«. Die rund 275.000 Osteuropäer, die eine Grundsicherung benötigen, stammen demnach vor allem aus Polen, Bulgarien, Rumänien, Russland und der Ukraine. Hinzu kommen knapp 150.000 Südeuropäer, zumeist Italiener und Griechen. Etwa 30.000 Menschen seien spanischer oder portugiesischer Herkunft. Aus dem ehemaligen Jugoslawien sind laut Statistik 120.000 Menschen in Deutschland auf Hartz IV angewiesen. Gut 400.000 Bedürftige ordnet die BA »nichteuropäischen Asylherkunftsländern« zu. Der weit überwiegende Teil davon stamme aus Syrien, Irak oder Afghanistan. Eine halbe Million Menschen fristet ihr Statistikdasein unter »sonstige Ausländer«. Gut die Hälfte davon stam...

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